Sukkulentenhaus
Begegnung mit Wüstenbewohnern - Stachelige Riesen, eine geheimnisvolle Königin und Leckerbissen für Läuse
Nur ein überdachter Glasgang trennt diesen tropischen Lebensraum von den Wüstengebieten. Das trockene und warme Klima bietet den Saft speichernden Pflanzen, den Sukkulenten, heimische Bedingungen, wie sie in den Trockenregionen der Erde vorherrschen.
Besonders bekannt sind die Kakteen, die ursprünglich nur auf dem amerikanischen Kontinent vorkamen. Angepasst an die wasserarmen Bedingungen gedeihen so bizarre Arten wie der bis zu 15 m hohe nordamerikanische Riesen-Kaktus und der Goldkugelkaktus, besser bekannt unter der Bezeichnung „Schwiegermuttersitz“. An die Einsamkeit der afrikanischen Wüsten erinnern die großen Kandelaberwolfsmilcharten und die spitzblättrige Aloe vera. Der Feigenkaktus besitzt rote, essbare Früchte, die ganz besondere Gäste anlocken: die Cochinilla-Läuse. Aus ihnen wird ein roter Farbstoff gewonnen, der u.a. Lippenstifte und Campari so schön rot färbt. Die Feigenkakteen im Grugapark sind aber garantiert lausfrei!Spektakulärste Bewohnerin des Sukkulentenhauses ist die „Königin der Nacht“: Nur für eine Nacht verströmt die 30 cm große, weiße Blüte des ansonsten eher unscheinbar wirkenden Kaktus aus Madagaskar ihren angenehmen Duft. Sie öffnet sich gegen 22 Uhr mit einem leichten Knall, zeigt sich dann um Mitternacht voll entfaltet und beginnt sich ab 3 Uhr wieder zu schließen. Gegen 6 Uhr hängt die Blüte wieder schlaff herunter und erst im nächsten Sommer wiederholt sich dieses einmalige Natur-Schauspiel.
Lage der Pflanzenschauhäuser im Park auf dem interaktiven Lageplan anzeigen ...







