Geschichte: Im Krieg
Zerstörung und Wiederaufbau. 1945 - 1952
Im Krieg verwandelten über 500 Sprengbomben Essens ehemaliges "Blumenwunder" in eine Trümmerlandschaft. Kaum ein Bereich blieb verschont, die Dahlienarena glich einem Mondkrater.
Auf dem verwüsteten Boden wurden bis zur Währungsreform 1948 Gemüse und Kartoffeln für die nahegelegenen Städtischen Krankenanstalten angebaut. Im Frühjahr 1949 konnten zumindest der Eingangshof und der Große Blumenhof eröffnet werden. Obwohl es kaum etwas zu sehen gab, zog es die Essener in die Gruga - 1950 waren es schon wieder 1,5 Millionen. Daher beschloss die Stadt 1951, die Gruga schnellstmöglich neu aufzubauen. Der gewählte Weg besaß bereits Tradition: wie schon 1929 sollte eine Gartenbau-Ausstellung der Bevölkerung einen neuen Volkspark schenken. Die "2. Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung" präsentierte sich von Mai bis Oktober 1952 in veränderter Gestalt. Die Kürze der Zeit, die kaum vorhandenen finanziellen Mittel und eine veränderte Auffassung von Natur und Gartengestaltung ließen eine Gruga entstehen, die nur noch im Namen ihrer Vorgängerin glich. In dem ohnehin zerstörten Teil trat anstelle der strengen Geometrie von 1929 und 1938 eine frei gestaltete Landschaft mit sanft geschwungenen Rasenflächen und großzügigen Überblicken. Fast 3 Millionen Menschen sahen einen neuen, aus Trümmern entstandenen Grugapark.







